Andacht

Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt. 1. Petrus 3,15
Hoffung? Welche Hoffnung? Woher nehmen wir Hoffnung?
Unsere Hoffnung gründet nicht darauf, wer uns regiert, oder welche Gesetze erlassen werden, oder auf die großen Taten unsere Nation. Unsere Hoffnung gründet in der Kraft Gottes, die durch unsere Herzen arbeitet…
Wann habt ihr euch das letzte Mal Gedanken über die Hoffnung gemacht? Die Hoffnung, die euch bewegt, die euch zu den Menschen gemacht hat, die ihr seid?
In dem Monatsspruch von April heißt es, dass wird stets bereit sein sollen, von dieser Hoffnung, die uns erfüllt, jeder Zeit, jedem Menschen zu berichten, sie zu bezeugen. Können wir das denn? Können wir diese Hoffnung, die uns erfüllt in Worte fassen?
Kommt es den Menschen, die nach unserer Hoffnung fragen, auf die Worte an? Oder wollen sie von uns hören, wie sie aus ihrer Isolation, aus ihrem Tod aller Beziehungen, aus ihrem Leerlauf, aus ihrer persönlichen Katastrophe herausfinden können? GottesKraft wird dann vermittelbar, wenn WorteTrost und nicht Vertröstung, Zuwendung und nicht Abschiebung bewirken, erfahrbar bewirken. Im Text wird von „Rede“ und „Antwort“ gesprochen – ein Hinweis auf den göttlichen Zusammenhang von Wort und Tat? Manchmal beginnt es mit dem Zuhören, wenn mein Gegenüber nach dem „Strohhalm“ sucht und er im Gespräch erkennt, dass Gottes Liebe die Kraft in den Schwachen wachsen lassen kann. Leben wir es vor. Eva und Reinhard


 
 

Konfirmandenrüste

Ich lebe und ihr sollt auch leben.
Kreiskirchliche Konfirmandenrüstzeiten im Aufwind
Das sind sie nun – die Konfirmandinnen und Konfirmanden im KAOS (Kirchenkreis An Oder und Spree), die selbstverständlich, gezwungenermaßen oder mit gemischten Gefühlen nach Hirschluch, die einen und die anderen nach Kienitz fuhren. Schön für sie, denn wie sollten sie sonst erfahren können, wie Kirche auch sein kann: zahlreich und fast gleichen Alters, lebendig und kreativ, traditionell und aktuell, fromm und weltoffen, ernsthaft und lustig.
Wie soll man/frau sich näher kommen ohne Zeit, gemeinsame Sache, Spiel und Spaß - auf Konfirmandenrüstzeiten? Der Konfirmandentag im Monat oder die eine Stunde in der Woche schaffen es selten, Zusammengehörigkeitserfahrungen mitnehmen zu können. Aber Rüstzeiten schon.
Unser Thema (s. Überschrift) aus der Jahreslosung entwickelt, hatte auch einen Anteil am Gelingen der Rüstzeit. Was heißt schon Leben: Leben, wie Jesus es meint, ist mehr als Schlafen, Essen, Trinken, zur Schule gehen und vor der Glotze oder am PC sitzen – die Zeit totschlagen und sich gegen Langeweile aufregen. Jesus der weiß, dass er sterben muss, sagt uns, lebt euer Leben als ein kostbares Geschenk, das euch froh macht, dankbar und teilend. Nur in der Gemeinschaft - verbunden mit mir, mit Gott und in seinem Geiste - seid ihr stark und zufrieden. Egal was kommt, werft euer Leben nicht weg, achtet es und das Leben anderer – ich gebe euch das Leben in seiner Fülle – so steht es in der Bibel und so haben wir versucht, uns in Situationen hineinzuversetzen, die uns Entscheidungen abverlangen. Soll ich meine beste Freundin in Stich lassen, weil mein Schatz es so will? Soll ich dem Fußballer der gegnerischen Mannschaft die Beine weg hauen, damit er kein Tor schießen kann? Oder soll ich den Job bei der EADS (größter deutscher Rüstungskonzern) annehmen und meine Mitarbeit bei Greenpeace begraben? Schwierige Entscheidungen musste jede/r treffen und dann noch als Video oder Power-Point-Präsentation kreativ umsetzen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Ich hoffen, wir können die Filme und PowerPoints öffentlich zeigen – vielleicht in eurer Gruppe und auf alle Fälle am ersten Abend der Jugendwoche, am 07. April um 19 Uhr in Ffo. im Gemeindehaus von St. Georg.
Reinhard


 
 

Aktionen der Ökumenischen Jugend

Was ist „Engel in Aktion“ eigentlich?
„Engel in Aktion“ ist der Titel für viele, viele Projekte, die mit den Jungen Gemeinden, Jungscharen oder Schulklassen innerhalb von 24 Stunden auf die Beine gestellt werden sollen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt! Ob ihr nun ein Charity-Lauf organisiert, ein Fußballturnier mit Flüchtlingsjugendlichen veranstaltet, verwilderte Blumenbeete im Park mit Kindern neu anlegt oder die Bahnhofsmission unterstützt - ihr könnt selbst entscheiden was ihr machen wollt!
Ziel ist es, dass die Jugendlichen die „Welt“ ein klein bisschen besser, schöner oder gerechter machen und dass der Ort, die Gemeinde oder der Stadtteil von der Umsetzung des Projektes profitiert.

 

JUGENDDANKOPFER (JDO)

Das JUGENDDANKOPFER (JDO) ist ein Projekt der Evangelischen Jugend Berlin-Brandenburg - schlesische Oberlausitz, das seit Jahren ein selbstbestimmtes Projekt geworden ist. Durch Aktionen auf Veranstaltungen wird über das Projekt informiert und werden Spenden gesammelt. 

In den letzten Jahren wurden folgende Aktionen durchgeführt:
- die Unterstützung von Schulkindern in San Pedro La Laguna (Guatemala) 2003
- Umweltprojekte in der Pare- Diözese (Tansania) 2004
- Eine Jugendinitiative in Kayamandi (Südafrika) 2005
- AJUPIS - Ein Jugend-AIDS-Projekt in Mosambik 2006
- Unterstützung beim Bau einer Blinden- und Sehbehinderten–Töpferwerkstatt 2007Von Februar 2008 bis Februar 2009 wollen wir Geld für ein Projekt in Belo Horizonte /Brasilien sammeln. In der ärmsten Region der Stadt Ribeiráo das Neves liegt der Kindergarten „Cantinho Amigo“ (CCA). Ca. 40 Kinder aus sozialschwachen Familien, die auch oft nur ein Elternteil haben, können sich hier in zwei Gruppen frei entfalten. Dazu gehört auch die vorschulische Erziehung. Außerdem bekommen sie regelmäßige Mahlzeiten, was in diesen Familien leider nicht üblich ist.
„Sozial schwach“ heißt in der Gegend von Belo Horizonte nicht nur arbeitslos zu sein, sondern auch unter katastrophalen hygienischen Bedingungen zu leben, Angst vor der erhöhten Kriminalität zu haben und seine Kinder auf der Straße im Müll spielen zu lassen.
Damit in den nächsten Jahren viele Kinder weiter den Kindergarten besuchen können, werden die Spenden gezielt für einen Teil der Gehälter der Erzieherinnen benötigt. Wenn ihr euch für das Projekt interessiert oder euch selbst engagieren wollt, dann wendet euch ans: 
Amt für kirchliche Dienste - Arbeit mit Kindern und Jugendlichen –
Vera Kirchesch
Goethestraße 26-30, 10625 Berlin
Tel. 030 31 91 132 / E-Mail: vera.kirchesch@ejbo.de
Spenden für das JDO 2008 bitte an:
Evangelische Konsistorialkasse Berlin
Kontonummer: 40959, Verwendungszweck: Afj, JDO
5211.2211,1101/08 Barasilien
BLZ: 10060237, Bank: Ev. Darlehensgenossenschaft Berlin

Übrigens: Wir sammeln für dieses Projekt während der Jugendwoche.

 
 

Ökumenischer Taizé-Gebetskreis

Denjenigen, die noch nicht viel über Taize wissen, möchte ich den kleinen Artikel schreiben.
Das kleine Dorf Taizé liegt in Frankreich. Hier wurde 1940 von Roger Schutz, einem reformierten Theologen aus der Schweiz, die "Communauté de Taizé" gegründet. Inzwischen gehören dieser ökumenischen Mönchsgemeinschaft etwa 100 Brüder aus etwa 25 verschiedenen Ländern, katholisch wie protestantisch, an. Die Brüder engagieren sich, ein Leben lang materielle und spirituelle Güter zu teilen, in Ehelosigkeit zu leben und einen schlichten Lebensstil zu führen. Das Anliegen der Gemeinschaft von Taizé ist es, einen Ort zu bieten, wo täglich Einfachheit und Güte des Herzens gelebt werden kann.
Kern des täglichen Lebens in Taizé bilden drei gemeinsame Gebete in der "Versöhnungskirche". Die Brüder leben von ihrer Arbeit. Sie nehmen für sich selber keine Spenden oder Geschenke an. Einige von ihnen leben in kleinen Fraternitäten mitten unter den Armen. Seit Ende der fünfziger Jahre kommen zunehmend Jugendliche nach Taizé. Zu Tausenden nehmen sie an den wöchentlichen Jugendtreffen mit Gebeten und Gesprächsgruppen teil. Die Brüder von Taizé unternehmen auch Besuchsreisen und bereiten kleinere oder größere Jugendtreffen in Afrika, Süd- und Nordamerika, Asien und in Europa vor. Sie sind Teil eines "Pilgerwegs des Vertrauens auf der Erde".
Seit Jahrzehnten "pilgern" immer wieder neue Generationen von Christinnen und Christen aus der ganzen Welt in das kleine Dorf in Frankreich. Taizé ist eine Idee der Versöhnung, des Vertrauens, des Friedens und der Ökumene.
Für wen der Weg zu weit ist, für den ergibt sich die Möglichkeit, ein Taizé-Treffen in Frankfurt (Oder) von Freitag, den 25.04. bis Sonntag, den 27.04.2008 mitzuerleben. Die Gebete finden in verschiedenen Kirchen statt.
Kostenbeitrag ist 15,00 Euro. Weitere Informationen, sowie Anmeldungen bitte unter E-Mail: uwe.thommes.pgr@heilig-kreuz-ffo.de oder Mobiltelefon: 0173-2371660
In Frankfurt (Oder) wird auch dieses Jahr treuherzig eine Taizé-Fahrt für Jugendliche und Junge Erwachsene organisiert. Alle Interessierten können sich ab sofort unter Telefon: (0335) 5 64 67 – 0, oder
E-Mail:sekretariat@heilig-kreuz-ffo.de
melden.

 
 

"Du sollst den Fremden nicht bedrücken"

Immer mehr Menschen werden aus verschiedenen Gründen weltweit gezwungen, ihre eigentliche Heimat zu verlassen. Doch immer weniger Schutzsuchende können mit einem sicheren Zufluchtsort rechnen.
In vielen Teilen der Welt werden Flüchtlinge in ihrem Zufluchtsland interniert oder auch gegen ihren Willen in ihr Herkunftsland abgeschoben.
Reiche und arme Länder sind inzwischen bestrebt, Flüchtlinge von ihrem Territorium fernzuhalten. Immer mehr Regierungen verweigern die Aufnahme von Asylsuchenden, die sie als politische, soziale und wirtschaftliche Bedrohung ansehen. In Politik und in den Medien werden Asylsuchende fast schon routinemäßig mit Betrügern gleichgestellt, selbst dann, wenn sie augenscheinlich versuchen, aus bewaffneten Konflikten zu entkommen.
In Deutschland, an der Stelle zu erwähnen, wurde faktisch Asylrecht durch die Mehrheit im Bundestag am 1.Juli 1993 abgeschafft. Seitdem wurde die Abschottungspolitik gegenüber Hilfesuchenden immer weiter durchgeführt und im Jahre 2007 sank die Zahl der Asylgesuche auf einen historischen Tiefpunkt von 19.164 Anträgen. Einige werden bestimmt sagen „so auch zu recht. Soll man wohl alle hier aufnehmen?“. Andere denken nicht nur – sie nehmen sich das Recht und greifen den Andersaussehenden voller Hass an, oder versuchen, Brände in Asylbewerberheimen zu legen. Gott sei Dank, es gibt auch die Andersdenkenden.
Mir ist eine Zahl aufgefallen und zwar, dass der Irak zu den drei wichtigsten Herkunftsländern von Asylsuchenden in Deutschland gehört. Im Jahr 2007 verdoppelte sich nämlich die Zahl der irakischen Asylbewerber auf 4.327 im Vergleich mit 2006 von 2.117.
Es sind zurzeit fast 20 % der irakischen Bevölkerung auf der Flucht vor der immer weiter zunehmenden Gewalt in ihrem Land. Etwa vier Millionen Iraker haben seit Beginn des Krieges ihr Land verlassen. Davon hält sich etwa die Hälfte in den Nachbarländern Jordanien und Syrien auf - sie tragen mit fast zwei Millionen irakischen Flüchtlingen die Hauptlast. Nach Europa kamen allein im Vorjahr 20.000 Flüchtlinge - die meisten davon leben in Schweden. Wer trägt die Verantwortung für das Geschehene? Wollen wir alle wegschauen und nur eine Seite der Medaille betrachten – die Flüchtlingswelle?
Genau vor fünf Jahren marschierten die USA und einige Verbündete im Irak ein, natürlich unter der Losung der Terrorbekämpfung, betreiben aber selbst Terror gegen die Bevölkerung in wahrstem Sinn: Bombardierungen, Vertreibung, Zerstörung sowie die Wiedereinführung der Folter in Geheimgefängnissen. Die Kriege, die NATO–Staaten führen, sind Besatzungskriege und nichts anderes. Deutschland unterstützt diese blutreiche Politik. Die „Sicherheitskonferenz“ in München ist so ein Zusammentreffen von Militärstrategen, Regierungsvertretern und Generälen, um Kriegseinsätze, internationale Militärstrategien und Rüstungsgeschäfte zu planen. So wurden bei der Münchener Militärtagung unter anderem die Angriffskriege gegen Jugoslawien, Afghanistan und den Irak vorbereitet. Von der deutschen Seite kommt keine Kritik, nein umgekehrt - wir sind dabei. Wir wollen uns beteiligen, wir wollen uns nicht quer stellen, aber eins ist klar - wir wollen keine Flüchtlinge, keine Asylsuchende in unserem Land, sie könnten doch unsere Bequemlichkeit stören, uns unsere Ruhe nehmen. Olga


 
 

Osterbrief aus Palästina

Karwoche 2008

Liebe Freunde in der Ferne

Vergeltung, und Vergeltung der Vergeltung…

Wie können wir diesen Teufelskreis durchbrechen? frage ich mich jeden Tag.
Seit Jahrzehnten ist es wie ein ungeschriebenes Gesetz.
Gewalt mit noch mehr Gewalt zu beantworten.
Die Bilder der zerschossenen und zerfetzten Kinder aus Gaza verfolgen mich.
Bilder des Grauens.
Sie gehen mir nicht aus dem Kopf.
Wie kann ein Staat, der sich Demokratie nennt, es so einfach in Kauf nehmen,
dass bei seiner so genannten Vergeltungsaktion soviel unschuldige Menschen getötet werden?
Und es dazu Schoa nennen.
Ein Wort, das übersetzt als Holocaust in der ganzen Welt ein Begriff ist, der mit Leid und Grausamkeit zu tun hat.
Die Vergeltung kam: acht junge Israelis wurden in Jerusalem getötet.
Die Vergeltung der Vergeltung kam.
In Bethlehem wurden vier Männer von einem israelisches Sonderkommando liquidiert.
Bei der Beerdigung der vier Männer konnte man Stimmen hören.
Die Vergeltung der Vergeltung der Vergeltung wird kommen.
Irgendwo dazwischen wird Ostern sein.
Das Fest der Vergebung.
Jesus lehrte uns in diesem Land zu lieben, zu vergeben und zu verzeihen,

Gesegnete Ostern wünsche ich euch.
Friedliche Ostern wünscht uns, bitte.
Salam
Faten Mukarker


13.3.2008 - Israel zerstört Häuser im Jordantal Die israelische Besatzungsarmee marschierte am Dienstagmorgen in die Dörfer Hadidiya, Jiftlik sowie Furush Beit Dajan und zerstörte dort die Häuser mehrerer Familien.
Vertreter der Menschenrechtsorganisation Amnesty International berichteten, dass Besatzungssoldaten mit zahlreichen Bulldozern in das Jordantal eindrangen und ohne Ankündigung die Häuser niederrissen. Den Familien war es nicht erlaubt, ihr persönliches Eigentum mitzunehmen, erklärten die Vertreter.
Wird diesen gegen jedes internationale Recht verstoßenden Vorgang, die Liquidierung von 4 Bethlehemern am Mittwoch wie zahllose andere Verbrechen gegen das Völkerrecht und die Menschenrechte unsere Bundeskanzlerin bei ihrem Besuch vom 16. bis 18. März in Israel in der kommenden Woche ansprechen?


Juni-August 2008
Februar/März 2008